
Donnerstag
01.03.2012
19:00
VHS
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Vanilla Sky
Jung, attraktiv und wohlhabend - der Verleger-Tycoon David Aames (Tom Cruise) kann alles haben, was sein Herz begehrt. Doch Davids begünstigtes Leben scheint unvollständig. Eines Abends trifft er die Frau seiner Träume (Penélope Cruz) und glaubt, das fehlende Stück zu seinem Glück gefunden zu haben. Doch eine schicksalhafte Begegnung mit seiner eifersüchtigen Geliebten (Cameron Diaz) lässt Davids Welt außer Kontrolle geraten. Sein Leben wird zur mitreißenden Achterbahnfahrt bei der er bald nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann...
Traum oder Wirklichkeit? Diese zentrale Frage stellt sich nicht nur der Hauptprotagonist, sondern auch der Zuschauer selbst. Mit modernster Technik, aber auch ganz einfach durch eine geschickte Erzähl- und Schnittweise gelingt es dem Regisseur sein Publikum in die Irre zu führen und mitten in das Verwirrspiel um Romantik, Sex, Verdächtigungen und Träume zu ziehen.
USA 2001 / 126 Min. / engl. mit dt. Untertitel
Regie: Cameron Crowe
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Dienstag
06.03.2012
19:00
VHS
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Hôtel du Nord
Der Begriff ist verwirrend und widersprüchlich: Poetischer Realismus. Genau um dieses Spannungsverhältnis geht es den französischen Filmemachern in den 1930er Jahren. Die Welt steckt in der Krise, das Land ist von faschistischen Nachbarländern umgeben. Die Städte verändern sich. Die Räume für Solidarität und Nachbarschaftlichkeit werden enger. Die meisten französischen Filmemacher wenden sich von der "Avantgarde" ab und widmen sich der Wirklichkeit. Es entstehen düstere und pessimistische Filme oder sie treten für Menschlichkeit und Geselligkeit im Stadtviertel ein.
In Marcel Carnés Film ist diese kleine Insel ein Straßenzug am Canal St. Martin in Paris. Hier wohnt das Volk. Und das Hôtel du Nord mit seiner Bar und seinem Restaurant ist ein Ort der Begegnung für Fremde und für die Menschen im Viertel. Der Film ist ein typischer Vertreter des poetischen Realismus. Fast immer geht es um kleine Geschichten einfacher Leute vor dem Hintergrund der großen Geschichte.
F 1938 / 95 Min.
Regie: Marcel Carné
Eintritt: 4€
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Mittwoch
14.03.2012
19:30
KiK
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Fanny und Alexander
Das Leben der großbürgerlichen Theaterfamilie Ekdahl im Jahre 1907 wird radikal verändert, als Oscar Ekdahl, Leiter des Theaters, unerwartet verstirbt. Seine Frau Emilie heiratet nach einer langen Zeit des Kummers den Bischof Vergerius, der ihr ein neues Leben in völliger Reinheit vor Gott versprochen hat. Gemeinsam mit ihren Kindern, Fanny und Alexander, zieht sie mit ihrem neuen Ehemann auf dessen Anwesen. Als sich herausstellt, wie sehr gerade die beiden Kinder unter dem sadistischen Regiment zu leiden haben, setzt der Rest der Familie alles daran, Emilie und die beiden Kinder wieder zu sich zu holen…
Der Film besticht durch die verschiedenen Betonungen der Realität, in denen die beiden Kinder leben. Der liberale Alltag mit seinen künstlerischen Freiheiten wird abgelöst durch die asketische Strenge im Zusammenleben mit dem Bischof.
S 1982 / 179 Min. Überlänge
Regie: Ingmar Bergmann
Auszeichnung: 4 Oscars und 1 César
Eintritt: 4€
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Donnerstag
22.03.2012
20:00
KiK
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Das Lied in mir
Eine junge Frau auf dem Weg nach Chile wartet auf dem Flugplatz in Buenos Aires auf ihren Weiterflug. Eben hat sie sich von ihrem Vater verabschiedet. Plötzlich hört sie ein spanisches Kinderlied, das eine argentinische Mutter ihrem Baby vorsingt. Dieses Lied trifft sie ins Mark. Es ist ihr zutiefst vertraut, obwohl sie es gar nicht kennt. Im weiteren Verlauf wird ihr ganzes bisheriges Leben, ihre Identität, in Frage gestellt.
Eine wichtige Darstellerin des Films ist Buenos Aires. Sonst eher exotisch mit Tangoklängen besetzt, ist die Hauptstadt Argentiniens hier ein Moloch, alles andere als sentimental romantisch. Besonders in den Nebenfiguren wird deutlich, dass die Wunden der argentinischen Militärdiktatur längst noch nicht verheilt sind. Und doch ist dies in erster Linie kein Film über die Geschichte eines Landes, sondern über die einer jungen Frau (sehr authentisch Jessica Schwarz). In der Abschlussarbeit des Absolventen der Filmakademie Baden- Württemberg geht er das Thema unkonventionell an.
D 2010 / 90 Min.
Regie: Florian Cossen
Auszeichnung: Jury u. Publikumspreis Festival Montreal und Zürich, Hofer Filmtage -Eastman Förderpreis
Eintritt: 4€
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Donnerstag
29.03.2012
19:00
KBZ
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Das 1. Evangelium Matthäus
Pasolini wird vorschnell einem bestimmten ideologischen Lager zugerechnet.
Was veranlasst einen "marxistischen" Regisseur, einen Film über Jesus zu drehen und ihn einem Papst zu widmen? Und inwiefern kann eine filmische Umsetzung des Matthäusevangeliums "realistisch" sein ?
Pier Paolo Pasolini folgt in seinem Film dem Matthäusevangelium - mit manchen Auslassungen. Der Text, den die Schauspieler sprechen, ist wörtlich dem Neuen Testament entnommen. Die Handlung spannt den Bogen von der Schwangerschaft Marias bis zur Auferstehung Jesu. Im Mittelpunkt scheinen für den Betrachter die Gesichter zu stehen. Im Ohr sind die Worte Jesu - eines Jesus, der entschieden und kompromisslos wirkt.
Bei seinem Erscheinen hat der Film viel Kritik aber auch viel Lob erhalten. Erstaunt waren beide Seiten, die Anhänger Don Camillos und die Parteigänger Peppones.
Die Musik aus verschiedenen Epochen und Erdteilen untermalt die Bilder und interpretiert sie zwangsläufig.
I 1964 / 131 Min.
Regie: Pier Paolo Pasolini
Eintritt: 4€
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Donnerstag
19.04.2012
20:00
KiK
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THE SNAPPER
"Snapper" ist ein irisches Slang-Wort für ein kleines Kind. Die Vorlage zum Film ist die Roman-Trilogie The Barrytown-Trilogy des irischen Schriftstellers und Drehbuchautors Roddy Boyle. Die Romane, die alle erfolgreich verfilmt wurden - The Commitments, The Snapper und Fisch & Chips - spielen in einem fiktiven Arbeiterwohnviertel in einem Dubliner Vorort.
The Snapper beschäftigt sich mit dem Leben der Familie Rabbit Ende der 80er Jahre.
Zu diesem Zeitpunkt ist es immer noch ein Drama, wenn junge Frauen unverheiratet ein Kind erwarten. Sharon Rabbit ist 20 Jahre alt und schwanger. Sie wohnt mit vielen Geschwistern noch bei den Eltern und möchte das Kind behalten, während die Familie wenig begeistert ist. Nach und nach entscheiden sich alle, sie auf ihre jeweils eigene Art zu unterstützen.
Der Film wird mit viel Humor erzählt und vereinigt die Genres Melodrama und Komödie zu einer bewegenden Alltagsgeschichte.
GB 1993 / 94 Min.
Regie: Stephen Frears
Eintritt: 4€
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Donnerstag
26.04.2012
20:00
KiK
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DOWN BY LAW
In einer Gefängniszelle in New Orleans treffen der Aufschneider Jack, der arbeitslose DJ Zack und der Tourist Roberto aufeinander. Letzterer spricht zwar kaum Englisch und zitiert vorzugsweise Phrasen aus dem Wörterbuch, erweist sich aber als umso einfallsreicher, was das Ausklügeln eines Fluchtplanes anbelangt. Gemeinsam flieht das Trio durch die Sümpfe Lousianas, bis es schließlich unvermittelt zu einer italienischen Imbissstube gelangt, in der Roberto seine Landsmännin vorfindet. Er beschließt, bei ihr zu bleiben, während sich seine weiterziehenden Kameraden an der nächsten Weggabelung trennen.
Diese ironische Komödie, die in märchenhafter Form von den Bemühungen um Menschlichkeit in einer desolaten Umwelt berichtet, ist hervorragend inszeniert, fotografiert und von glänzenden Darstellern getragen.
USA 1986 / 106 Min.
Regie: Jim Jarmusch
Eintritt: 4€
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Mittwoch
02.05.2012
19:00
VHS
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IO SONO LI
Li ist eine junge Chinesin, die im Veneto in der Hafenstadt Chioggia lebt und in der "Osteria Paradiso" arbeitet.
Li und ihre Landsleute sind beileibe nicht die einzigen Zuwanderer. Gerade im Veneto, einem Stammland der Lega Nord, bildet sich eine florierende Ökonomie der Migranten heraus. Nicht nur Umberto Bossi und seine Anhänger von der Lega sind entsetzt, das Thema Immigration ist in den Medien und bei den Filmfestspielen Venedig angekommen.
Die Thematik handelt von Kriminalität, Sklavenarbeit, von Bootsflüchtlingen, von namenlosen Menschen in Kartonage-Slums und natürlich von Li. Der Film dokumentiert minutiös die Verhältnisse und gibt dem Unbehagen vieler Italiener ebenso ein Gesicht wie den Gefühlen der Zuwanderer und steht damit in der Tradition des Neorealismus. Einerseits zeigt er ein Italien, wie es kein Tourist erlebt, ein Italien der Hinterhöfe. Andererseits werden die Menschen gezeigt, wie sie sind, ungeschminkt aber fair. Der Film ist der Fremdheit auf der Spur ohne die Fremden und die fremdelnden Einheimischen zu verurteilen.
I, F 2011 / 102 Min. / ital. mit dt. Untertiteln
Regie: Gabriele Salvatores
Eintritt: 4€
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Mittwoch
09.05.2012
19:00
VHS
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LUNA DE AVELLANEDA
"Argentina arde - Argentinien brennt" nennt sich eines der vielen Filmkollektive, die sich im Zuge der großen Wirtschaftskrise vor 10 Jahren gebildet haben. Das Land steht vor dem Abgrund. Zigtausende verlassen entmutigt ihre Heimat. Die finanziellen Mittel fehlen selbst für das Nötigste. Natürlich erfasst die Not auch die argentinische Filmlandschaft und dennoch blüht sie auf: Viele Filmemacher, nicht nur Altmeister Solanas, greifen zur Kamera und mischen sich unter die Protestierenden.
Das argentinische Kino ist extrem realistisch, wenn es darum geht, die Teufelskreise der Krise zu beschreiben. Es beschreibt sehr einfühlsam die Befindlichkeit ihrer Protagonisten, die gegen die Krise ankämpfen. In Luna de Avellaneda findet der Held seinen verlorenen Lebensmittelpunkt wieder im Kampf um ein Kulturzentrum, in dem sich die geballte Lebenslust der Menschen eines ganzen Stadtviertels Ausdruck verschafft.
Argentinien 2004 / 143 Min. / span. mit dt. Untertiteln
Regie: Juan José Campanella
Eintritt: 4€
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